Nicht jeder Messenger ist gleich sicher. Wir analysieren Verschlüsselung, Metadaten-Sammlung und gesetzliche Anforderungen.
So stufen wir die Datenschutz-Qualität der Messenger ein.
E2EE bedeutet: Nachrichten werden auf deinem Gerät verschlüsselt und erst auf dem Gerät des Empfängers entschlüsselt. Niemand dazwischen – auch nicht der Anbieter – kann die Inhalte lesen.
Das Wichtige: Nicht alle Messenger aktivieren E2EE standardmäßig. Bei Telegram sind nur „Geheime Chats" wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt – normale Chats liegen auf Telegram-Servern.
Metadaten verraten, wer wann mit wem kommuniziert – auch wenn der Inhalt verschlüsselt ist.
| Messenger | Inhaltsverschlüsselung | Metadaten | Adressbuch | Datenweitergabe | Bewertung |
|---|
Nachrichten werden nur auf Sender- und Empfängergerät entschlüsselt. Niemand auf dem Übertragungsweg – nicht mal der Anbieter – kann mitlesen. Signal und Threema nutzen E2EE immer.
Auch wenn Nachrichten verschlüsselt sind, können Metadaten gesammelt werden: wer, wann, mit wem, wie oft, von wo. Diese Daten verraten oft mehr als der Inhalt selbst.
Bei Open-Source-Software kann jeder den Quellcode einsehen und prüfen. Das macht es schwieriger, versteckte Hintertüren einzubauen. Signal und Threema sind vollständig Open Source.
Die Datenschutzgrundverordnung regelt in der EU, wie Nutzerdaten erhoben und verarbeitet werden dürfen. WhatsApp und Facebook Messenger stehen wegen ihrer Datenpraktiken immer wieder in der Kritik.